Papst Leo XIV drückt sein Beileid zum Tod von Kardinal Ruini aus
Am 17. Juni hat Papst Leo XIV in einem Telegramm sein Beileid zum Tod von Kardinal Camillo Ruini, emeritierter Generalvikar der Diözese Rom, ausgesprochen, der am 16. Juni im Alter von 95 Jahren verstorben ist. Der Paps…

Am 17. Juni hat Papst Leo XIV in einem Telegramm sein Beileid zum Tod von Kardinal Camillo Ruini, emeritierter Generalvikar der Diözese Rom, ausgesprochen, der am 16. Juni im Alter von 95 Jahren verstorben ist. Der Papst äußerte seine "Nähe und sein Beileid" für den Verlust von Ruini, einer einflussreichen Persönlichkeit der italienischen Kirche.
Der Papst beschrieb Kardinal Ruini als einen "erfahrenen und weisen Bruder, geprägt von tiefem Glauben, scharfer Intelligenz und weitsichtiger Vision, der das Evangelium und die Kirche mit Diskretion und Selbstaufopferung diente." In seiner Botschaft erkannte er Kardinal Ruinis "fruchtbare Arbeit für die italienische Bischofskonferenz" und seinen "produktiven Dialog mit der Welt der Kultur" an.
Das Telegramm war an Kardinal Baldassare Reina, den derzeitigen Generalvikar der Diözese Rom, gerichtet. Papst Leo XIV sprach auch seine "Dankbarkeit an den Herrn für das Geschenk dieses geschätzten Mannes der Kirche" aus. Er schloss die Botschaft mit der Bitte an den Herrn, durch die Fürsprache der Jungfrau Maria, Kardinal Ruini "in das himmlische Jerusalem" aufzunehmen, während er allen, die um sein Ableben trauern, einen apostolischen Segen erteilte.
Kardinal Camillo Ruini wurde 1931 in Sassuolo, Italien, geboren und wurde 1954 geweiht. Seine kirchliche Karriere umfasste die Tätigkeit als Auxiliary-Bischof von Reggio Emilia von 1983 bis 1986 und die Ernennung zum Kardinal im Jahr 1991 durch Papst Johannes Paul II. Im selben Jahr wurde er auch Generalvikar der Diözese Rom und Archiprälat der Basilika St. Johannes im Lateran, wo er bis 2008 in diesen Ämtern tätig war. Er war von 1991 bis 2007 Präsident der italienischen Bischofskonferenz und wird als einflussreiche Persönlichkeit innerhalb der italienischen Kirche in Erinnerung behalten.
In den letzten Monaten hatte sich der Gesundheitszustand von Kardinal Ruini verschlechtert, was tägliche Pflege zu Hause erforderlich machte. Er hatte mehrere gesundheitliche Herausforderungen gemeistert, darunter einen Herzinfarkt im Juli 2024 und Nierenversagen im Jahr 2025, was Krankenhausaufenthalte nach sich zog. Die Beerdigung wird am 18. Juni um 16:30 Uhr am Altar des Stuhls in der Basilika St. Peter stattfinden.


