Papst Leo XIV hielt am Montag eine Audienz mit dem Vorstand der Stiftung für das Vatikansobservatorium und bekräftigte das Engagement der katholischen Kirche, Gott in Seiner Schöpfung durch gründliche und ehrliche wissenschaftliche Erkenntnis zu suchen.
In seiner Ansprache erinnerte der Papst an die Taten von Papst Leo XIII., der 1891 das Vatikansobservatorium wiederbegründete, zu einer Zeit, als das Verhältnis zwischen Wissenschaft und Religion von Spannungen geprägt war. Er zitierte die Aussage des Papstes aus dem 19. Jahrhundert, dass die Neugründung dazu gedacht war zu verdeutlichen, dass die Kirche und ihre Führer der echten und soliden Wissenschaft - ob säkular oder theologischen - nicht entgegenstehen, sondern sie vielmehr herzlich umarmen und fördern.
Dennoch äußerte Papst Leo XIV. die Sorge, dass die zeitgenössischen Herausforderungen sowohl für den Glauben als auch für die Wissenschaft nun in subtileren Formen auftreten, insbesondere von denen, die die Existenz einer objektiven Wahrheit leugnen. Er bemerkte: "Zu viele in unserer Welt weigern sich anzuerkennen, was sowohl die Wissenschaft als auch die Kirche klar lehren: dass wir eine ernste Verantwortung für die Bewahrung unseres Planeten und für das Wohlergehen derjenigen tragen, die darauf leben, insbesondere der Verwundbarsten, deren Leben durch die rücksichtslose Ausbeutung sowohl von Menschen als auch von der Natur gefährdet ist."
