Der Apostolische Nuntius in der Ukraine, Erzbischof Visvaldas Kulbokas, berichtete über die schweren russischen Bombardierungen, die am 13. und 14. Mai stattfanden, und bezeichnete sie als besonders intensiv und indikativ für ein besorgniserregendes Muster gezielter Angriffe auf humanitäre Helfer. In einem Telefoninterview mit Vatican News teilte er mit, dass diese Bombardierungen einen der schwersten Angriffe seit Beginn des Krieges darstellten, wobei allein in Kiew mindestens 24 Todesopfer und 48 Verletzte, darunter Kinder, zu beklagen waren.
In seinen Äußerungen merkte der Nuntius an, dass die ukrainischen Behörden über 1.500 Langstrecken-Drohnen registrierten, die westliche ukrainische Städte wie Ivano-Frankivsk und Uzhhorod erreichten, bevor Drohnen und etwa sechzig ballistische Raketen später in dieser Nacht Kiew trafen. Erzbischof Kulbokas äußerte große Besorgnis über Angriffe auf humanitäre Fahrzeuge und hob einen speziellen Vorfall hervor, bei dem ein klar gekennzeichnetes Fahrzeug der Vereinten Nationen, das nach vorheriger Ankündigung sowohl an die ukrainischen als auch an die russischen Behörden operierte, in Cherson während der Verteilung von lebenswichtiger Hilfe ins Visier genommen wurde.
Er verurteilte diese Handlungen als absichtlich und erklärte, dass dies kein Einzelfall sei, sondern Teil eines konsistenten Musters von Gewalt, das darauf abzielt, die Unterstützung für die Bevölkerung zu unterdrücken. Dieser Angriff auf humanitäre Bemühungen wird durch Berichte über Raketenfragmente, die in der Nähe der Nuntiatur niedergingen, verstärkt; obwohl es zu keinen wesentlichen Schäden kam, spiegelt es die prekäre Situation in der Region wider.
Darüber hinaus teilte Erzbischof Kulbokas mit, dass der Kontakt mit den örtlichen Geistlichen erhebliche Schäden durch anhaltende Drohnen- und Raketenangriffe offenbarte, darunter ein Kirchtach, das im Laufe der Zeit 57 Löcher aufgrund dieser Angriffe entwickelte. Er wies darauf hin, dass die Stadtteile entlang des linken Ufers des Dnipro Flußes den Zorn dieser Gewalt zu spüren bekamen, zahlreiche Opfer und bedeutende Infrastrukturschäden erlitten, wodurch viele ohne Wasser blieben.
Angesichts dieser eskalierten Angriffe deutete der Nuntius an, dass Gespräche unter Diplomaten auf eine deutliche Fortsetzung der Kämpfe hindeuten, was durch die Intensität der Bombardierungen nahegelegt wird. Zusammenfassend appellierte der Erzbischof, dass alles, was bleibt, für den Frieden inmitten des anhaltenden Konflikts zu beten.