Die katholische Kirche in Ghana bereitet sich auf die Veröffentlichung der ersten Enzyklika von Papst Leo mit dem Titel „Magnifica Humanitas“ vor. Dieses bedeutende Dokument wird am Montag, den 25. Mai, im Vatikan veröffentlicht und zielt darauf ab, die Reaktion der Kirche auf technologische Fortschritte mit der Anleitung des Papstes in Einklang zu bringen.
Ein hochrangiger Workshop, der sich auf ethische und pastorale Antworten auf aufkommende Technologien konzentrierte, wurde gerade in Accra abgeschlossen. Dieses strategische Treffen, das im Nationalen Katholischen Sekretariat stattfand, brachte fünfzig leitende Kirchenführer zusammen, darunter Diözesan-Kommunikationsdirektoren und Mitglieder der Konferenz der Oberen der Religösen in Ghana. Der Workshop erhielt die formelle Genehmigung des Dikasteriums für die Förderung der ganzheitlichen menschlichen Entwicklung, was die zunehmende globale Besorgnis der Kirche über die ethischen Implikationen rund um die künstliche Intelligenz (KI) widerspiegelt.
Während des Workshops zielten die Teilnehmer darauf ab, das Engagement der Kirche für Technologie von einer passiven Nutzung auf eine aktive ethische Governance zu übertragen. Die Diskussionen waren auf den „Rome Call for AI Ethics“ ausgerichtet, ein vatikanisch unterstützter Rahmen, der 2020 eingerichtet wurde, um die Entwicklung und Nutzung von KI in einer Weise zu leiten, die die menschliche Würde respektiert. Die Vermittler Maria Amparo Alonso und Luca Baraldi, von der Initiative „Ethical Artificial Intelligence for Human Development“, führten Gespräche über Ethik, Bildung und Rechte.
Das Treffen in Ghana hob auch die breiteren globalen Ungleichheiten hervor, die die KI-Landschaft betreffen. Während das Land Fortschritte bei der Entwicklung einer nationalen KI-Strategie macht, macht Afrika weniger als ein Prozent der globalen Kapazität von Rechenzentren aus. Dies wirft Bedenken hinsichtlich der Abhängigkeit von externen Systemen und der Marginalisierung lokaler Perspektiven im Technologiebereich auf.
Die Teilnehmer untersuchten die menschlichen und umweltbezogenen Kosten, die mit KI verbunden sind, einschließlich des gefährlichen Kobaltabbaus im Kongo und der psychologischen Belastung für die Datenkennzeichner in ganz Afrika südlich der Sahara. Auch Umweltprobleme wurden angesprochen, die sich auf den hohen Wasserbedarf großer computergestützter Systeme beziehen.
Ein weiterer wichtiger Diskussionspunkt waren die aufkommenden Bedrohungen, denen kirchliche Institutionen gegenüberstehen, darunter Deepfake-Videos, Stimmenklonierung und verschiedene betrügerische digitale Werkzeuge, die darauf abzielen, Finanztransaktionen zu manipulieren. In Reaktion darauf endete der Workshop mit einer Vorgabe, die betonte, dass Dringlichkeit niemals die Überprüfung übertreffen darf, und damit die Bedeutung des Schutzes von Vertrauen und Rechenschaftspflicht unterstrich.
Das Ergebnis dieses Treffens war die Entwicklung eines praktischen Rahmens, der darauf abzielt, die Einführung digitaler Werkzeuge in den Diözesen Ghanas zu leiten. Vorgeschlagene Maßnahmen umfassen die Sicherstellung der Übereinstimmung mit pastoralen Werten, den Schutz personenbezogener Daten und die Wahrung der menschlichen Aufsicht in allen KI-unterstützten Prozessen.