Papst Leo XIV besucht die giftigen Abfallzonen von Acerra

23. Mai 2026 ·

Papst Leo XIV besucht die giftigen Abfallzonen von Acerra

Papst Leo XIV stattete am 23. Mai einen pastoralen Besuch in Acerra ab, einer Stadt in der südlichen italienischen Region, die als ‚Land der Feuer‘ bekannt ist. Dieses Gebiet ist seit Jahrzehnten von Umweltschäden betroffen, was durch lokale Aktivisten wie Michele Pannella und Alessandro Cannavacciuolo von der Vereinigung Volontari antiroghi Acerra (Acerra Anti-Fires Volunteers) bestätigt wurde.

Die Bedingungen in Acerra sind alarmierend, mit verschiedenen Arten von Abfällen - einschließlich Asbest, Haushaltsgeräten und giftigen Substanzen - die in illegalen offenen Deponien entlang der Straßen verstreut sind. Noch besorgniserregender ist die unterirdische Verschmutzung, die den Boden dauerhaft kontaminiert hat. Das Land, das für die landwirtschaftliche Fülle der Region Kampanien sorgen sollte, ist stattdessen von einem Erbe der Abfallentsorgung gezeichnet.

Pannella und Cannavacciuolo hoben die lange Geschichte der Kontamination hervor, die Ende der 1990er und Anfang der 2000er Jahre begann, als lokale Abfallbehandlungs- und Betonproduktionsunternehmen heimlich giftige Substanzen in Düngemittel mischten, die an Landwirte verteilt wurden. Dieses Fehlverhalten, oft ohne das Wissen der Landwirte, hat zu schwerwiegenden Gesundheitsfolgen für die lokale Bevölkerung geführt, was ihre landwirtschaftlichen Aktivitäten und ihr allgemeines Wohlbefinden untergräbt.

Während sie die Dreharbeiten von Vatican News in diesen Szenen leiteten, flehten sie: „Verlasst uns nicht, kommt zurück.“ Ihr Aufruf zielte nicht nur darauf ab, die sofortigen Umweltprobleme anzugehen, sondern auch darauf, Unterstützung für die Enzyklika Laudato si’ des verstorbenen Papstes Franziskus zu gewinnen, die fordert, dass die Anliegen bezüglich der Umweltverantwortung ernst genommen werden. Dieser pastorale Besuch verstärkt die Stimmen derjenigen, die sich eine Wiederherstellung von Gesundheit und Hoffnung in einer Region wünschen, die sie als Brutstätte des Todes beschreiben.

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