Papst Leo XIV fordert Kinder auf, Technologie weise zu nutzen
Papst Leo XIV besuchte am Montag das Sommerlager Estate Ragazzi im Vatikan und trat mit den Kindern und Jugendlichen in Kontakt, die an diesem Jahrprogramm teilnahmen, das sich um das Thema von Jules Vernes "In 80 Tagen…

Papst Leo XIV besuchte am Montag das Sommerlager Estate Ragazzi im Vatikan und trat mit den Kindern und Jugendlichen in Kontakt, die an diesem Jahrprogramm teilnahmen, das sich um das Thema von Jules Vernes "In 80 Tagen um die Welt" drehte. Während des Besuchs beantwortete er zahlreiche Fragen der Teilnehmer.
Ein zentrales Thema war die Herausforderung, während des Schuljahres von Bildschirmen Abstand zu nehmen. Der Papst erkannte die positiven Aspekte der Technologie an, betonte jedoch deren Grenzen in der Förderung wahrhaftiger menschlicher Verbindungen. Er erklärte: "Technologie kann für viele Dinge sehr gut und nützlich sein. Wenn wir jedoch zusammen sind, ist es nicht notwendig, jederzeit ein Mobiltelefon, Smartphone oder Tablet in der Hand zu haben." Er ermutigte die Kinder, ihre Zeit miteinander zu schätzen und hob die Bedeutung des persönlichen Gespräches hervor.
Papst Leo XIV erläuterte die Notwendigkeit, dass Familien bedeutungsvolle Gespräche führen. Er wies darauf hin, dass es nicht ausreicht, einfach zusammenzusitzen, während jeder auf sein eigenes mobiles Gerät schaut. Er betonte: "Es ist sehr wichtig, zu lernen, wie man spricht, Gespräche führt und die Gesellschaft des anderen genießt." Darüber hinaus erinnerte er die Kinder an die Bedeutung des Gebets und stellte fest, dass, obwohl die Bibel und Gebete digital zugänglich sind, Gott eine Verbindung zu den Herzen und Leben der Menschen sucht, nicht zu ihren Geräten.
Bei der Ansprache der älteren Teilnehmer erhöhte der Papst das Bewusstsein für das Design vieler Anwendungen, die darauf abzielen, die Nutzer für längere Zeit beschäftigt zu halten. Er warnte: "Sie versuchen, uns von dieser Technologie abhängig zu machen," und empfahl, praktische Grenzen für die Bildschirmzeit zu setzen, um mehr Familieninteraktionen einzubeziehen. "Wir sind nicht alle an ein Kabel angeschlossen," bemerkte er und betonte die Wichtigkeit menschlicher Verbindungen.
Beim Nachdenken über seine Erfahrungen auf seinen Reisen um die Welt berichtete Papst Leo XIV von Situationen, in denen die Abhängigkeit von GPS-Navigation ihn in verschiedenen Ländern in die Irre führte. Er teilte mit: "In Italien, in anderen europäischen Ländern, in Peru und einmal sogar in den Vereinigten Staaten folgte ich dem GPS, und es führte mich auf die falsche Straße." Er ermutigte die Kinder, unabhängig zu denken und ihre Fähigkeiten zu entwickeln, anstatt sich ausschließlich auf Technologie zur Richtungsfindung im Leben zu verlassen. Er bemerkte: "Ich brauche mein Telefon nicht, wenn mein Gehirn funktioniert," und wies darauf hin, dass Vorbereitung und kritisches Denken entscheidend sind, um Herausforderungen zu überwinden.
Die Begegnung endete damit, dass Papst Leo XIV zum "Hauptforscher" des Sommerlagers ernannt wurde, er erhielt ein Forscher-Kit und eine Gedenktafel. Er lud die Kinder ein, mit ihm zu beten, und ermutigte sie, ihren Eltern mitzuteilen, dass sie gemeinsam gebetet hatten. Er bemerkte die Bedeutung des Gebets und sagte: "Gebet ist sehr wichtig für uns. Wir wollen, dass Jesus hier bei uns ist."


