Papst Leo XIV fordert friedliches Zusammenleben im Senegal-Treffen

9. Mai 2026 ·

Papst Leo XIV fordert friedliches Zusammenleben im Senegal-Treffen

Papst Leo XIV sprach mit Vertretern muslimischer Gemeinschaften im Senegal und setzte sich für interreligiöse Zusammenarbeit für den Frieden ein und warnte vor dem Missbrauch des Namens Gottes für militärische, wirtschaftliche oder politische Zwecke. Dieses Treffen fand im Rahmen einer Versammlung statt, zu der auch Mitglieder der katholischen Kirche im Senegal gehörten.

In seinen Bemerkungen betonte der Papst die Bedeutung der gemeinsamen Verantwortung, Diskriminierung und Verfolgung aufgrund von Rasse, Religion oder Herkunft zu verurteilen. Er erklärte: "Wir übernehmen gemeinsam unsere gemeinsame Verantwortung: jede Form von Diskriminierung und Verfolgung, die auf Rasse, Religion oder Herkunft basiert, zu verurteilen; jede Instrumentalisierung des Namens Gottes für militärische, wirtschaftliche oder politische Zwecke zurückzuweisen; unsere Stimme für jede Minderheit zu erheben, die leidet."

Papst Leo XIV bezeichnete das Treffen als ein wichtiges Symbol der Freundschaft und wies auf die Notwendigkeit einer inklusiven und brüderlichen Gesellschaft hin, wobei er insbesondere Senegals Ruf für Gastfreundschaft und Solidarität hervorhob, der als Modell für ein friedliches Zusammenleben unterschiedlicher Glaubensrichtungen dient. Er bemerkte, dass diese Realität die Grundlage für den Dialog zwischen Gemeinschaften bildet, die sich durch Religion und Ethnie unterscheiden, und er betrachtete den "Schatz der Brüderschaft" als essenziell nicht nur für den Senegal, sondern auch für die Menschheit insgesamt.

Trotz dieser positiven Überlegungen äußerte der Papst Bedenken hinsichtlich der anhaltenden Gewalt auf dem afrikanischen Kontinent und verwies auf bewaffnete Konflikte, die zu humanitären Krisen und verstärkten Ungleichheiten führen. Er stellte fest, dass solche Konflikte durch den Anstieg des gewalttätigen Extremismus, wachsende Migrationsprobleme, spaltende Rhetorik, schwächelnde Familienstrukturen und den Abbau ethischer Werte verstärkt werden, insbesondere in der Jugend.

Angesichts dieser Herausforderungen bekräftigte der Papst, dass die Prinzipien des interreligiösen Dialogs und der senegalesische Geist der "teranga" – ein Begriff, der Gastfreundschaft und Gemeinschaft repräsentiert – entscheidend für die Förderung des Friedens sind. Er rief zu einer gemeinsamen Anstrengung unter religiösen Führern auf, um sich für Mediation und Versöhnung einzusetzen und somit moralische Kräfte in Instrumente zur Milderung von Spannungen und zur Förderung gegenseitigen Respekts zu verwandeln.

Papst Leo XIV wiederholte die dringende Notwendigkeit von Diplomatie und religiösem Dialog, der auf Wahrheit und Gerechtigkeit beruht. Er erklärte: "Gemeinsam, wir, Christen und Muslime, glauben, dass jeder Mensch von den Händen Gottes geformt wird... gekleidet mit einer Würde, die kein Gesetz und keine menschliche Macht konfiszieren darf." Er stellte fest, dass auf diesem Fundament der Brüderschaft es notwendig ist, dass Religionen gemeinsam jeglichen Missbrauch des Namens Gottes verurteilen und diejenigen verteidigen, die unter Verfolgung leiden.

Als er seinen Schlussfolgerungen zuspitzte, bat der Papst um Gebete für ein erneuertes Engagement für Verständnis, Zuhören und gemeinsames Leben in Respekt und Brüderlichkeit. Er hoffte, dass ihre gemeinsamen Anstrengungen für Frieden und Gerechtigkeit fruchtbare Ergebnisse und eine weitere Zusammenarbeit unter verschiedenen Gemeinschaften bringen würden.