Während einer Hauptrede bei der hochrangigen Veranstaltung mit dem Titel 'KI und die Zukunft der Arbeit' in Rom betonte Schwester Raffaella Petrini, Präsidentin der Gouverneursstadt Vatikanstadt, dass die Zukunft der Arbeit nicht von Maschinen, sondern von den moralischen Entscheidungen der Menschheit abhängt.
Diese wichtige Diskussion fand am Dienstagmorgen an der Päpstlichen Gregorianischen Universität in Rom statt, einberufen von der US-Botschaft beim Heiligen Stuhl und mit Co-Patenschaft der Botschafter aus Australien, Großbritannien, Kanada, Japan, Taiwan und den Vereinigten Staaten. Die Veranstaltung versammelte eine Vielzahl von Experten, darunter Technologiekreatoren, Theologen, Ethiker, Politiker und Akademiker, um die Auswirkungen von künstlicher Intelligenz (KI) auf die Arbeitswelt zu erörtern.
Schwester Petrini erklärte: "In der heutigen Ära tiefgreifender Innovation bietet KI enormes Potenzial, bringt uns jedoch auch an einen entscheidenden Wendepunkt." Sie hob hervor, dass wesentliche Entscheidungen getroffen werden müssen, um sicherzustellen, dass Technologie mit menschlichen und sozialen Werten übereinstimmt, insbesondere da Arbeit als wesentlich für die Entfaltung des menschlichen Potenzials angesehen wird. Sie beschrieb Arbeit als ein Mittel, durch das Individuen ihre Menschlichkeit in einer zunehmend automatisierten Umgebung zum Ausdruck bringen.
Während sie weiter über die transformative Natur von KI sprach, stellte Schwester Petrini kritische Fragen zur menschlichen Identität in einer von Automatisierung dominierten Welt und merkte an, dass der Einfluss von KI den Arbeitsmarkt umgestaltet und sowohl Chancen als auch Ausschluss bietet. Sie verwies auf einen Bericht der Internationalen Arbeitsorganisation, der anmerkte, dass die Digitalisierung die Arbeitsbedingungen verbessern könnte, aber auch Bedenken hinsichtlich aufkommender Risiken wie übermäßiger Überwachung und Arbeitsplatzverlagerung aufwarf.
Ihrer Meinung nach ist es entscheidend, dass Technologie der Menschheit dient, anstatt sie zu ersetzen. Sie sagte: "Künstliche Intelligenz kann eine sehr nützliche Möglichkeit des Lernens, eine Art der Wahrnehmung sein, wenn sie von einer Vision oder einem Werkzeug geleitet wird." Dies unterstreicht ihren Aufruf zu einer ausgewogenen Beziehung zwischen Menschen und Technologie, die auf Verantwortung, Zusammenarbeit und Bildung angewiesen ist.
Schwester Petrini warnte vor einer unkritischen Akzeptanz von KI und bestand darauf: "Wir dürfen KI nicht fürchten, aber wir dürfen sie auch nicht blind akzeptieren." Sie plädierte für eine fortlaufende internationale Zusammenarbeit, die eine Vision wirtschaftlichen Fortschritts fördert, die auf menschlichen Werten basiert, und betonte, dass der Verlauf der KI-Entwicklung die Werte derjenigen widerspiegelt, die sie erschaffen.